Marketing - leicht gemacht

Marketing-BlogBlog

Hier finden Sie regelmäßig neue Artikel zu den unterschiedlichsten Marketingthemen, geschrieben von den Experten der ACISO Fitness & Health Consulting.

Die 10 besten Tipps für die Facebook-Fanpage

Facebook ist besonders für die Fitness- und Gesundheitsbranche nach wie vor ein prädestiniertes Tool für Marketing Aktivitäten. Einerseits können Sie auf einfache Weise Ihre Mitglieder mit nützlichen Informationen versorgen und mit Ihnen interagieren. Andererseits ist Facebook auch eine ideale und kostengünstige Plattform zur Neukundengewinnung. Die Basis: Die Facebook Fanpage!


10 TIPPS FÜR IHREN FACEBOOK POST

 
  1. Mehrwert, Mehrwert, Mehrwert!
    Seit letztem Jahr ist der Algorithmus von Facebook so eingestellt, dass Posts von Unternehmen und Marken eine geringere Beachtung im Newsfeed finden als bisher. Das bedeutet für Sie als Studio, dass Sie noch mehr Wert auf die Qualität Ihrer Postinginhalte legen müssen.
  2. Der Blick hinter die Kulissen
    Ihre Fans wollen sich gerne mit Ihrem Unternehmen identifizieren. Das geht einfacher, wenn Sie auf Ihrer Fanpage einen Blick hinter die Kulissen erlauben. Einfach mit dem Smartphone einen Schnappschuss oder einen kleinen Film vom Training posten. Oder eine Kurz-Info von der letzten Aerobic-Fortbildung veröffentlichen - oder vom letzten Team-Meeting. Oder einfach mal Ihren Chef-Trainer beim Mittagessen zugucken.Ihr Fitness-Club wirkt dadurch sympathisch. Auch hier gilt: Nicht übertreiben! Der Mix bringt den Erfolg.
  3. Veröffentlichen Sie Videos und Live-Videos!
    Videos werden deutlich öfter und länger angeschaut als Bilder. Tipp: Platzieren Sie das Logo Ihres Unternehmens unten links im Video. Der Branding Effekt ist unschlagbar!
    6-mal mehr Interaktionen können mit Live-Videos erzielt werden. Sie führen zu mehr Diskussionen unter den Zuschauern und werden daher von Facebook bevorzugt.
  4. Mitglieder als Stars
    Nutzen Sie Ihre zufriedenen Kunden als Testimonial und posten Sie am besten jede Woche ein Erfolgserlebnis mit Bild (auch vorher/nachher) – oder einem kurzen Video. Taggen (=Markieren) Sie diese Kunden, sofern diese über ein Facebook Profil verfügen. Dadurch reagieren oftmals deren Facebookfreunde - und Ihre Fangemeinde wächst. Auch hier müssen Sie vorher die Erlaubnis Ihrer Mitglieder einholen.
  5. Kleine Geschenke bei erreichter Like-Marke
    Wir kennen das alle. Nach einem erreichten Ziel belohnt man sich meistens selbst. Genau das können Sie nun Ihren Usern vormachen. „Wenn wir die 5.000 Like Marke erreicht haben gibt’s ein Gratis-Wochenende Pilates“. Der eine oder andere Fan kennt dann sicher noch jemanden, dem er Ihre Seite vorstellen würde.
  6. Danke sagen!
    Ganz egal, ob 100 Likes, 500 Likes oder gerade die 10.000 Like-Marke gerade geknackt wurde. Hören Sie niemals auf, dankbar zu sein. Es sind die Fans/die User, denen Sie Ihre Reichweite zu verdanken haben.
  7. Menschen wollen Menschen sehen: Gruppenpostings
    Nichts verbindet die Menschen mehr als gemeinsame Aktionen oder Interessen. Ein Gruppenbild holt diese Emotion wieder gezielt hervor. Das Like wird aus der Emotion heraus gegeben, die durch das Bild hervorgehoben wird. Nutzen Sie bei Gruppenbildern die Markier-Option und markieren Sie alle am Bild erkennbaren Personen. Achten Sie darauf, dass alle auf dem Bild zu sehenden Personen mit dem Posting und den Markierungen einverstanden sind.
  8. Charity via Facebook
    Spendenaktionen für einen wohltätigen Zweck kommen in den sozialen Medien immer gut an. Infos zum Event und Bilder von der Spendenübergabe werden gerne von den Fans geliked und geteilt.
  9. Emoticons einsetzen
    Kleine Zeichen – große Wirkung. Die Verwendung von Emoticons steigert nachweislich die Reaktionen: 52% mehr Antworten, 57% mehr Likes, 33% mehr Kommentare und der Post wird 33% mehr geteilt. Setzen Sie daher Emoticons regelmäßig ein! Achten Sie jedoch darauf, dass Sie Ihren Post nicht mit Emoticons überladen!
  10. Das Wichtigste zum Schluss: Interaktion und Dialog
    Dieser Punkt gehört zu den wichtigsten. Denn: Nicht jeder Fan sieht alle Ihre Postings. Facebook arbeitet mit einem Algorithmus, den keiner im Detail kennt. Fakt ist, dass die Wichtigkeit und damit die Reichweite (Sichtbarkeit) Ihrer Beiträge zunehmen, wenn Ihr Beitrag viele Kommentare und Reaktionen erhält. Je mehr Kommunikation zwischen Ihnen und Ihren Fans stattfindet, desto erfolgreicher ist also Ihre Fanpage! Gehen Sie deshalb in den Dialog mit Ihren Fans: Kommentieren Sie Kommentare und Likes Ihrer Fans Stellen Sie Fragen, z.B. “Welche Hausmittel kennt ihr bei Erkältung?” oder “Was macht Ihr, um den Schweinehund zu überwinden” oder “Wer kennt leckere Gerichte unter 500kcal?” Machen Sie Umfragen, z.B. “Wir wollen eine weitere Boxfit-Stunde anbieten. Besser Montag 19 Uhr oder Donnerstag 18 Uhr. Was meint ihr?” Schreiben Sie über aktuell relevante Themen, zu denen Ihre Follower sicher eine Meinung haben.
     

FAZIT


Ein Fitness Club bietet zahlreiche Möglichkeiten, um eine Facebook Fanpage mit Inhalten zu füllen. Sie als Besitzer, Ihre Mitarbeiter und auch Ihre Mitglieder stecken voll spannender Geschichten, die sich für Facebook eignen. Achten Sie dabei immer darauf, die zu sehenden Personen nach Erlaubnis zu fragen. Im Idealfall können Sie die Personen sogar auf den Fotos markieren, sodass auch die Freunde der Personen Ihre Beiträge sehen können. Neben den persönlichen Geschichten können Sie sich auch als Experte etablieren, der über bestimmte gesundheitliche Themen oder Trainingstheorien aufklärt. Fördern
Sie dabei zu konkreten Handlungen wie „klicke Gefällt-mir“, „kommentiere“ oder „teile“ auf und regen andererseits auch einen Dialog an, indem Sie auf Kommentare antworten und Fragen stellen.

Autorin: Julia Aschenbrenner
Dezember 2019

Der Jahreswerbe-Plan

Nehmen wir mal an, Sie wollen Sydney oder New York erkunden und öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Schnell wird klar : Ohne konkreten (Fahr)Plan, der Ihnen zeigt, wie Sie am schnellsten von A nach B kommen, ist Chaos vorprogrammiert. Sie würden Fehler machen, die Zeit, Geld und Nerven kosten.

Mit einem klaren Plan in der Hand fällt alles leichter. Denn er führt Sie geradlinig und ökonomisch ans Ziel. Würde man im Wettbewerb mit anderen stehen, hätten diejenigen mit einem Plan in der Hand, einen klaren Vorsprung. Daher gilt: Planen Sie Ihr Jahr mit allen Maßnahmen, die Sie schlussendlich dahin führen, wohin Sie wollen: Zum Erfolg!

Was muss ein Jahreswerbeplan enthalten?

Im Folgenden erfahren Sie, welche Mindestanforderungen Ihr Plan enthalten sollte.

Zeitraum

Planen Sie für jede Aktivität einen Zeitraum ein, am besten unterteilt in:

  • Zeit für Planung/Vorbereitung
  • Umsetzungs-Zeitraum
  • Ggf. Zeit für Nachbearbeitung (z.B. bei leadgenerierenden Maßnahmen)
     

Im Idealfall definieren Sie für jede Aktivität den Zeitbedarf und stimmen darauf Ihre Personaleinsatzplanung (Resourcenplanung) ab. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung stets Ferienzeiten, lokale Events (z.B. Stadfteste) oder Motto-Tage (z.B. Black Friday, Valentinstag…) – diese können Ihr Vorhaben positiv wie negativ beeinflussen.

Ziel

Letztendlich ist es immer wiederdie gute alte Milchmädchen-Rechnung, die Sie sicher kennen. Um das Vorjahresergebnis zu halten, muss man so viele Kunden gewinnen wie man verliert. Wollen Sie wachsen, können bzw. müssen Sie an der Kundenbindungs- und der Neukundengewinnungs-Schraube drehen. Klar, aber: Meist scheitert es nicht am Wissen, sondern am Tun. Daher Hand auf‘s Herz: Haben Sie diese Zahlen wirklich permanent im Blick – und auch Ihr Team? Daher unsere Empfehlung: Halten Sie die Zahlen transparent. Jeder Mitarbeiter sollte wissen, ob das Unternehmen auf Zielkurs ist. Und das Monat für Monat, Woche für Woche – am besten Tag für Tag.

Budget

Auch hier wenden wir die Rechnung des Mädchens mit der Milchkanne an. Pro geworbenes Neumitglied benötigen Sie ca. 100 Euro Werbebudget (Durchschnittswert; differiert zw. 60 Euro und 150 Euro je
nach Positionierung, Image, Größe und Standort). Das bedeutet in unserem Beispiel, dass Sie 380 neue Kunden im Jahr 2020 gewinnen sollten. Das bedeutet ein erforderliches Werbebudget von ca. 38 000
Euro. Dieses Budget teilen Sie auf die geplanten Aktionen auf. In der Regel sind interne Empfehlungskampagnen kostengünstiger als externe Werbeaktionen mit Plakatierung, Online-Werbung, Flyer etc.

Ihr Jahreswerbeplan sollte daher prozentual in die 5 Haupt-Werbephasen (Gute Vorsätze/Frühjahr/ Sommer/Herbst/Weihnachten) aufgeteilt werden. Stimmen Sie Ihre individuelle Budgetplanung mit Ihrem
persönlichen Berater ab.

Online oder Offline?

Was die Werbemedien (Kanäle) anbelangt, driften immer mehr Budgets in Richtung Online-Marketing. Das ist auch gut so. Mit unserem Online Marketing Service und dem neuen Online Lead System 3.0 erzielen Sie Monat für Monat eine konstante Zahl an Online-Interessenten. Nur nicht vergessen: Der Mix macht‘s! Setzen Sie nicht alles auf ein Pferd, sondern investieren Sie ca. die Hälfte Ihres Budgets in klassische
Werbung, z.B. Plakate, Zeitungsanzeigen, Außenwerbung, Flyer, Promo-Aktionen, Directmarketing, Empfehlungsmarketing mit Gutschein-Mechaniken etc. Ihr Berater plant mit Ihnen die Aufteilung und Umsetzung.

Ganzjährige, saisonale und landesweite Kampagnen

Bei Ihrem Plan sollten Sie unterscheiden zwischensaisonalen Kampagnen (z.B. Aktion zu Ostern, Kampagne zum 20-jährigen Firmenjubiläum) und ganzjährig durchlaufenden Aktionen (z.B.  Kundenrückgewinnungs-Karten, ganzjährig gebuchte Außenreklame etc.).
Zu einem perfekten Werbe-Mix gehört die Umsetzung mindestens einer landesweiten Aktion pro Jahr, z.B. unsere Kampagne „Schmerzfrei“. Dabei steht ausnahmsweise nicht Ihr Club im Vordergrund sondern
das Programm an sich und der damit verbundene Nutzen für den Endverbraucher. Solche Aktionen holen neues Zielkientel in Ihren Club, die Sie mit klassischer Werbung meist nicht erreichen.

Auto: Michael Heining
November 2019

Online-Mitgliedschafts-Verkauf

Verkaufen Sie Ihre Mitgliedschaften, Pakete, Kampagnen, Gutscheine, Einzelleistungen usw. über Ihre Homepage.
Der einfache Weg vom Interessenten zum Mitglied mit Sparpotenzial für alle, die online abschließen. Wahrscheinlich hat jeder von Ihnen bereits online eingekauft. Wie wird der Fitnesskunde in den nächsten Jahren einkaufen und über welche Kanäle werden Fitnessclubs zukünftig Umsätze erzielen?

Heute ist die Bereitschaft online zu kaufen deutlich höher als noch vor einigen Jahren. Und es wird immer selbstverständlicher. Jahr für Jahr wird mehr online eingekauft und online konsumiert, auch in der
Fitnessbranche. Fast alle Fitness-Discounter verkaufen schon seit Jahren ihre Verträge, Dienstleistungen und weitere Produkte online. Aber auch „normale“ Clubs und vor allem Premium-Studios verkaufen ihre
Mitgliedschaften bereits online.

Was kann ein Online Shop verkaufen?

 
  • Aktionen und Kampagnen
  • Pakete (Ernährungs- und Figurpakete, Slim Belly etc.)
  • 4-Wochenprogramme
  • 10er Karten
  • Bonuskarten
  • Wert- und Geschenkgutscheine (Weihnachten, Geburtstag, Last Minute)
  • Tages-, Wochen- und Monatskarten

Warum sollte ein Fitnessclub online verkaufen? Die Vorteile liegen auf der Hand:

 
  • um Zusatzumsätze zu generieren
  • um neue Kunden, neue Zielgruppen anzusprechen
  • bei Dienstleistungen ist kein Lager nötig und es entsteht kein Aufwand für den Versand
  • die Personalkosten sind niedrig
  • für eine Umsatz- und Gewinnmaximierung
  • 24/7 geöffnet
  • wir bieten einen flexiblen, stressfreien Einkauf für den Kunden

Wer kauft online ein?

Menschen, die auf Grund einer Empfehlung eines Freundes oder Bekannten online shoppen. Sie kaufen in einem Shop ein, auch wenn sie das Studio noch nicht kennen.
Interessenten, die beim Erstkontakt keinen Vertrag abgeschlossen haben, aber online als Rückläufer kommen.
Ehemalige Kunden, Projektkunden und Tester, die den Club schon kennen und immer wieder mal Verträge oder Monatskarten kaufen.
Kunden, die an Aktionstagen, wie z.B. einem Tag der offenen Tür oder zum Black Fitness Friday nicht in Studio kommen konnten, sich dann aber online attraktive Angebote sichern.

Warum sollten User online kaufen?

 
  • um die Preisvorteile eines Online-Kaufs zu genießen
  • um zeitlich limitierte Angebote online wahrzunehmen
  • um Kombi-Angebote mit Hardware, wie z.B. Slim Belly -Gurten zu nutzen

Diese Vorteile können in unserem neuen Online-Shop optimal dargestellt werden, da der Shop unter der Prämisse der maximalen Flexibilität programmiert wurde.

Emotionen wecken

Auch im Onlineverkauf sind Emotionen extrem wichtig, denn der Bauch entscheidet oft schon in den ersten Sekunden, ob in einem Shop etwas gekauft wird oder nicht. In unserem neuen Online-Shop ist deshalb
für den kompletten Bestellprozess die Kundenansprache „Sie“ oder „Du“, entsprechend der Positionierung und der Zielgruppe Ihres Clubs frei einstellbar. In den Vorlagen sind viele Begriffe bereits nach emotionalen Gesichtspunkten gewählt. So heißt es z.B. beim 4. Schritt des Bestellprozesses nicht „Zahlungsmittel auswählen“ sondern „Online sparen“. Auch die Benennung und Darstellung der Produkte
des Online-Shops sind bereits nach dem benannt, was der User sich wünscht, z.B. „Abnehmen“., Im Online- Shop bestehen alle Möglichkeiten, mit positiven Elementen zu arbeiten. Zudem können dem Shop
FAQs (Fragen & Antworten) vorgeschaltet werden, denn gerade Mitgliedschaften sind an der einen oder anderen Stelle erklärungsbedürftig.


Verkauf von Zusatzleistungen

Der Shop kann beliebige Zusatzleistungen (AdOns) einrichten. Das können eine Getränke Flatrate aber auch Produkte wie z.B. Slim Belly-Gurte sein. Beim Anlegen einer Mitgliedschaft oder einer Kampagne ist festzulegen, welche dieser AdOns dazu buchbar sind. Aus Verkaufssicht ist es besser, diese AdOns schon vorausgewählt anzuzeigen und der User kann dann das abwählen, was er nicht möchte.
Und natürlich schickt der Shop nach Abschluss einer Bestellung automatisch an Kunden und Club eine E-Mail mit allen Informationen und Dokumenten.

Vertrauen in den Online Shop schaffen

Das Vertrauen in einen Shop bzw. dessen Anbieter ist ein wichtiges Merkmal und entsteht beim User auf unterbewusster Ebene. Darum ist es wichtig, auch hier mit vertrauensbildenden Parametern zu arbeiten:

  • mit SSL Verschlüsselung
  • mit der aktiven Ansprache des Datenschutzes
  • mit der Bezahlung über Paypal als bekannte Marke
  • mit Kundenstimmen und Testimonials

an den Stellen, an denen auf den Shop weitergeleitet wird.

Mehrwert und Kundenbindung

Auch nach dem Einkauf im Shop wirdder User nicht alleine gelassen. Es werden ihm Hilfestellungen angeboten un der wird dazu motiviert, ins Handeln zu kommen. Dafür haben wir einen Terminkalender
integriert, über den der erste Studiotermin gebucht wird. Bei den Danke-Seiten nach Abschluss einer Bestellung können unterschiedliche Texte eingegeben werden, weil z.B. bei einer U18 Mitgliedschaft eine andere Botschaft angebracht ist als bei einer 6-Wochen Abnehm-Kampagne. Am Ende des Einkaufs werden unterschiedliche Dokumente zum Download angezeigt, je nachdem welches Produkt gekauft wurde
oder ob z.B. bei der Bestellung das SEPA Mandat ausgefüllt wurde. Und natürlich schickt der Shop nach Abschluss einer Bestellung automatisch an Kunden und Club eine E-Mail mit allen Informationen und Dokumenten


Integration des Online-Verkaufs in das Online Marketing


Natürlich ist der Shop direkt in die Website zu integrieren und an beliebiger Stelle anzuzeigen und zu verlinken und zusätzlich über Popups oder Banner zu bewerben. Zudem kann der Shops über Social Media Kanäle wie Facebook, Instagram, Google etc., aber auch Newsletter beworben werden. Bei Kampagnen könnt ihr direkte Links von jeder beliebigen Stelle der Website, der Landing-Page oder Facebook-Ad auf genau das dort beworbene Produkt setzen. Der Shop ist aber auch nahtlos in das Online Leadsystem (OLS) integrierbar. Dafür sind zwei wichtige Funktionen programmiert. Zum einen kann jedes Produkt direkt verlinkt werden, ohne dass der User dafür über die Produktauswahl gehen muss.
Zum anderen sind im Shop Produkte anzulegen, die beim normalen Bestellprozess gar nicht auftauchen und nur für Kampagnen von außen erreichbar sind. So ist z.B. eine Lead-Kampagne zu machen, die einen besonderen Tarif anbietet, der nur über die entsprechende Kampagne erreichbar ist.

Autor: Erika Sekula
November 2019

Wenn die Kunden weglaufen

„Bei mir gibt es Mitglieder, die schon seit 30 Jahren bei uns trainieren Bei mir kündigen nur die, die wegziehen oder sterben.“ Sagte vor kurzem ein sehr erfahrener Kunde zu mir. „Wenn wir alles falsch machen würden, wären wir ja schon längst nicht mehr am Markt.“ Als ich ihn nach seiner Fluktuation fragte, sagte er: „Die messe ich nicht. Ich habe immer so um die 10 Kündigungen pro Monat. Ihr wollt immer nur Zahlen wissen. Ich fühle meinen Laden.“

So oder so ähnlich höre ich das immer wieder. Ich stimme persönlich der Sache auch komplett zu. Geschäftlich allerdings empfinde ich es eher als Blindflug, nicht mit Zahlen zu arbeiten. „Die Mitglieder sind so undankbar.“ „In der Stadt ist eine so hohe Zahl normal.“ Das sind weitere Sätze, die ich regelmäßig in Zusammenhang mit Fluktuation höre. Dabei geht es doch nur um eins: Sie müssen sich mit Ihrer Zahl wohlfühlen. Eine Rechtfertigung uns gegenüber oder irgendjemand anderem brauchen Sie nicht. Wenn Sie aber sagen, Sie möchten an der Rendite etwas ändern oder an der Mitgliederzahl, ihren Marktanteil erhöhen oder einfach einen noch besseren Job als ohnehin schon machen, dann geht es darum auch die Fluktuation in Zahlen zu messen und zu überprüfen.

Wenn wir über Fluktuation sprechen, dann macht es unter anderem Sinn mit diesen Zahlen zu arbeiten:

  1. Fluktuation (Kündigungen pro Jahr / Mitglieder im Jahresschnitt *100)
  2. Drop Out Quote (Kündigungen in der Erstlaufzeit / Gesamtkündigungen * 100)
  3. Reaktivierungsquote (Zurückgezogene Kündigungen / Gesamtkündigungen *100)
  4. Ruhezeiten (durchschnittlich still gelegte Mitglieder / Mitglieder im Jahresschnitt *100)

Diese Zahlen geben eine Aussage zum aktuellen Stand Ihrer Kündigungssituation. Damit Sie einen Vergleich haben und Ihre Zahlen direkt überprüfen können

  1. Fluktuation – gute Quoten beginnen ab 20 %, der Branchenschnitt schwankt jährlich zwischen 27 und 29%.
  2. Drop Out Quote – nur die wenigsten messen diese Zahlen. Sehr gute Clubs liegen nicht selten bei 50% und mehr. Auch 70% ist eine Zahl, die ich nicht selten angetroffen habe.
  3. Reaktivierungsquote – 10% der Kündigungen zu reaktivieren ist für jeden zu erreichen, der aktiv in diesem Bereich arbeitet. Bis zu 20% schaffen Clubs, die in diesem Bereich sehr gut arbeiten. Nur Ausnahmen kommen darüber.
  4. Ruhezeiten – Die Faustregel besagt 4% oder weniger. Manche Clubs erkaufen sich hier aber auch gerne mal eine niedrigere Fluktuation durch längere Ruhezeiten und liegen dann darüber. Sollten Sie hier darüber liegen, sind unbedingt die Ursachen dazu zu prüfen.

Sie kommen also um eine aussagekräftige IST Analyse nicht herum. Auf unserem letzten Unternehmer Netzwerk sprach ich hier vom „Fieber messen“. Wir müssen erkennen ob Ihre Zahlen im Vergleich zu anderen auf einem guten oder schlechten Niveau stehen. Wer gerne Zahlen trackt, hat nicht nur die Möglichkeit den aktuellen IST Stand zu überprüfen, sondern kann auch Frühwarnsysteme benutzen, um bereits vor einer Kündigungswelle zu reagieren.

Ich habe Ihnen auch hier ein paar Beispiele dazu zusammengestellt:

Check In Zahlen
Sie zeigen Ihnen ob Ihre Mitglieder regelmäßig trainieren. Da die meisten Kündigungen bei fast allen Clubs mit der Begründung „zu wenig Zeit“ eingereicht werden, ist bei einer durchschnittlich häufigen Nutzung von einer guten „Nutzen – Preis“ Relation beim Kunden auszugehen, wodurch eine Kündigung unwahrscheinlicher wird.

Nebenumsätze
Ihre Nebenumsätze in den Bereichen Bar, Shop, Solarium usw. geben Aufschluss darüber ob sich Ihre Mitglieder gerne auch um das Training herum bei Ihnen aufhalten, sich also wohl fühlen. Ich konnte beobachten, dass steigende Ausgaben in diesem Bereich mit einer sinkenden Fluktuation einhergehen.

Kursbesuche
Wie wahrscheinlich auch bei Ihnen, haben die Fitnessclubs im Kursbereich die niedrigste Fluktuation. Wenn Sie es also schaffen Ihre Kunden in die Kurse zu bringen, dann wird sich das wahrscheinlich auch bei Ihnen positiv auswirken.

Verkaufte Durchschnittslaufzeit
Während meiner Tätigkeit als Clubleiter konnte ich feststellen, dass sich eine höhere verkaufte Durchschnittslaufzeit positiv auf die Drop Out Quote und somit auf die Fluktuation auswirkte. Auch bei meinen Kollegen in anderen Fitnessclubs hatte diese Regel bestand. Während die kürzeste Zeit nicht mal ein Mal im Schnitt verlängert wurde, wurde die längste Laufzeit über drei Mal im Schnitt verlängert.

Wenn Sie also gerne mit Zahlen arbeiten, sind das 4 Beispiele, die Sie dabei unterstützen langfristig vorzuarbeiten. Damit aber auch Sie direkt ansetzen können, wenn Sie kein Zahlen Mensch sind, gebe ich Ihnen gerne auch ein paar Ideen wie Sie Ihre Mitglieder positiv beeinflussen können langfristig bei Ihnen zu bleiben. 

Kompetenter Einstieg
Gerade am Anfang entscheidet sich ob sich jemand bei Ihnen wohl fühlt. Haben auch Sie es schon einmal erlebt, dass sich ein Interessent bei Ihnen angemeldet hat und danach nie wieder bei Ihnen aufgetaucht ist? Vielleicht hat er sich nicht wohl gefühlt beim Abschluss oder der Einweisung und die Kaufentscheidung als teuren Fehler abgeschlossen. Helfen Sie Ihren Mitgliedern zu einem professionellen Einstieg und denken Sie nicht nur daran, dass jemand abschließt, sondern auch WIE. Geben Sie nach dem ersten Gespräch die erlangten Informationen auch an den Trainer weiter. Machen Sie den Neukunden mit anderen Menschen bekannt und sorgen Sie dafür, dass er sich nicht als Neuling vorkommt und ständig das Gefühl hat etwas falsch zu machen.

Motivation
Es hat sich gezeigt, dass der größte Teil der Kündigungen in den ersten drei Monaten entsteht. Helfen Sie vor allem in dieser Zeit Ihrem Kunden sich zu motivieren. Möglichkeiten dies zu tun gibt es viele. Beispiele hierfür sind eine engmaschigere Betreuung, Prämien bei der Erreichung eines festgelegten oder individuellen Ziels, Aufstellung von Zielen und Etappenziele, sukzessiver Trainingsaufbau uvm.

Vertragslaufzeiten
Wer eine kurze Laufzeit von beispielsweise drei Monaten wählt, der hat sich für einen Test entschieden. Sollte in dieser Zeit etwas Negatives für das Training passieren, dann kippt die Entscheidung zum Sport sehr leicht. Wer sich auf eine langfristige Bindung einlässt, ist auch im Kopf dazu bereit grundsätzlich etwas zu ändern. Unterstützen Sie Ihren Kunden auch hierbei. Eine Variante kann die aktive Ansprache
zur Mitgliedschaftsverlängerung sein.

Einkaufen
Einkaufen macht glücklich und setzt gute Laune frei. Wenn Menschen gerne Geld bei Ihnen ausgeben, verknüpfen sie Ihren Club mit guten Gefühlen. Dort wo man sich wohl fühlt, da geht man auch gerne hin. Wo man gerne hin geht, da kündigt man nicht. Daher zeigen Sie Ihrem Neumitglied mit Vergünstigungen, Gratisproben oder Kaufchancen, dass es sich lohnt bei Ihnen Geld auszugeben

Kündigungsreaktivierung ist Einstellungssache
Keiner verliert gerne Kunden. Nichts desto trotz müssen wir uns mit diesem Thema beschäftigen und genau hinschauen, wenn wir etwas ändern wollen. Hier ein paar Fragen bevor wir das Thema bearbeiten können:

  • Bearbeiten Sie gerne Kündigungen?
  • Wie steht das Team zu Kündigungen?
  • Gibt es aktuell eine Kündigungsbearbeitungsstruktur?
  • Wer bearbeitet die Kündigungen?

Wenn ein Mitglied bei Ihnen gekündigt hat, haben Sie schon ein Mitglied weniger, Sie können mit der Reaktivierung also nur noch gewinnen. Zeigen Sie dem Mitglied, das jahrelang Ihr Kunde war, die  Wertschätzung und kämpfen Sie um es.

Autor: Michael Winter
Januar 2019

Wenn "sollte" zum "muss" wird

Jeder Mensch hat eine Liste an Dingen, von denen er denkt, dass er sie tun SOLLTE. Ich SOLLTE abnehmen, ich SOLLTE Sport treiben, ich SOLLTE mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen, ich SOLLTE härter arbeiten, ich SOLLTE mehr Anrufe tätigen, ich sollte, ich sollte, ich sollte ...

Aber weißt Du was? Menschen setzen ihre „Sollte’s“ viel zu oft nicht um – geschäftlich und im Privaten. Ergebnis: sie werden sie wütend auf sich selbst und zunehmend frustriert. Und bekommen ein schlechtes Gewissen dazu. Was Menschen und Unternehmen wirklich verändert, ist, wenn ihr „SOLLTE“ zu einem „MUSS“ wird. Erst dann veränderst Du Dich wirklich. Typische Probleme, die sich wie ein roter Faden durch viele Gespräche mit Fitnessunternehmern ziehen:

  • Zu wenig Sog am Markt
  • Mitarbeiterleistung und Personalmangel
  • Strategie für Nachfolge oder Erweiterung

Übersetzt kann dies heißen:

  • Sollte ich mein Online-Marketing professionell gestalten?
  • Sollte ich meine Mitarbeiter auf Fortbildungen schicken?
  • Sollte ich als Arbeitgeber attraktiver werden?
  • Sollte ich meinen Unternehmen so entwickeln, dass es für potenzielle Käufer/Nachfolger interessant wird??
  • Sollte ich den Businessplan für meine Expansion und/oder Neuausrichtung erstellen?

Aber gibt es überhaupt einen Plan oder eine Strategie?
„Die Entwicklung einer Strategie ist nicht schwer. Unser Problem ist die Umsetzung“ – das sagte neulich ein Clubmanager zu mir. Diesen Satz habe ich oft gehört – das macht ihn aber nicht richtiger.
Es ist nämlich umgekehrt: Die Umsetzung ist dann einfach, wenn die Strategie passt. Diese zu finden, beginnt mit den richtigen Fragen. Und an dieser Stelle tut es jedem Unternehmer gut, wenn er Querdenker in seinen Reihen hat, die genau diese Fragen stellen.

Comfortzoning kills

Heute beträgt der Abstand zwischen Innovations- bzw. Qualitätsführer und Nachzüglern nicht mehrere Jahre. Sondern wir reden von Monaten und manchmal nur von Wochen. Eine einzige gute Idee eines querdenkenden Unternehmers oder Mitarbeiters reicht, um die Spielregeln im eigenen Marktsegment komplett zu ändern! Beängstigend? Vielleicht. Klar ist doch, weniger denn je kann sich ein Fitnessunternehmer in seiner aktuell komfortablen Situation ausruhen. Abzuwarten, bis jemand kommt und das eigene Geschäft zerstört, darf keine Option sein. Aber warum entsteht genau diese Situation
immer wieder? Bei vielen Erstgesprächen mit Unternehmern stelle ich fest, dass es kein Erkenntnisdefizit gibt, jedoch ein Strategie und demzufolge ein Umsetzungsdefizit. So verschieden die Gründe dafür sein können, so einfach ist die Lösung:

Mach Deinem Club Feuer unter`m Hintern! Bevor es ein anderer tut, erledige das lieber selbst. Fang hiermit an:

  1. Arsch huh, Zäng ussenander!* *Kölsch
    Anstatt im Strategiemeeting darüber zu philosophieren, wie Ihr Image, Bekanntheit und Leistung Eures Clubs in homöopathischer Dosierung aufpolieren könnt, stellt alles gedanklich komplett in Frage. Schließt die Tür ab und sprecht darüber! Bis alles auf dem Tisch liegt.
  2. Go to work
    Sorgt umgehend dafür, dass Euer strategisches Aha-Erlebnis sich in der Realität des Clubs wiederfindet. Wenn die Dringlichkeit klar geworden ist, kommt in die Umsetzung. Macht aus dem „Wir SOLLTEN“ Euer „Wir MÜSSEN“. Setzt Tage oder allenfalls Wochen für wichtige Veränderungen an, nicht mehr Monate oder Jahre!
  3. Hinterfragen und Neudenken als Dauerzustand
    Schafft Möglichkeiten und Strukturen, die ein Hinterfragen und kreatives Neudenken nicht nur ermöglichen, sondern einfordern. Vermeidet, dass Club und Team sich wieder in einen mentalen Sinkflug mit einer weichen Landung in der Komfortzone begeben! Überlebenswichtig.

Klingt doch ganz einfach, oder? Ist es auch. Und Hand auf`s Herz: geht Euch das Herumgeeiere beim Treffen von wichtigen Entscheidungen manchmal nicht selbst auf die Nerven?

Autor: Peter Intveen
April 2019

Body language – Dein Körper spricht

 

Körpersprache im Verkauf

Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte, weiß der Volksmund. Tatsächlich achten wir instinktiv mehr auf die Sprache des Körpers als wir meinen. Noch bevor das erste Wort an uns gerichtet wurde, wirken
manche Menschen gleich schon zu Beginn sympathisch und vertrauenswürdig auf uns. Andere schaffen es anscheinend nur schwer. Verkaufsgespräche, Verhandlungen mit Mitgliedern – die Körpersprache
beeinflusst den Inhalt mehr, als es uns oft bewusst ist.

Wer die non-verbalen Signale des Gegenübers erkennt, sie versteht und seine eigene Körpersprache bewusst einsetzt, wird ganz nah an die Bedürfnisse seiner Kunden, Mitarbeiter und Mitmenschen herankommen. Wirkungsvolle Unterstützung erhalten unsere verbalen Aussagen durch den Einsatz von Gesten und Mimik. Die Aussage „ich freue mich, dass du heute da bist" mit verschränkten Armen, abgewandtem Blick und heruntergezogenen Mundwinkeln auszusprechen, löst beim Angesprochenen ein Gefühl des Nicht-Willkommenseins aus – egal mit welcher Begeisterung und welcher Intensität die verbale Aussage gesprochen wurde. Intuitiv begleiten wir unsere Aussagen mit Bewegungen unserer Arme und Hände. Übrigens auch gerne am Telefon, wenn niemand zuschaut.Gesten mit nach oben geöffneten Handflächen wirken in Verhandlungs- oder Bewerbungssituationen einladend und unterstützen den Gesprächsfluss.

Negative Handbewegungen wie erhobene Zeigefinger oder geballte Fäuste wirken aggressiv. Bei einem souveränen Auftreten sollten nervöse Gesten vermieden werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • sich die Hände reiben
  • mit einem Kugelschreiber spielen
  • auf die Uhr schauen
  • die Beine übereinander schlagen.

Im Gegenzug dazu wirkt ein leicht schiefgelegter Kopf und ein dem Gesprächspartner zugeneigter Oberkörper konzentriert und interessiert.

Mimik: Die Körpersprache des Gesichts

Der Einsatz der Mimik ist ein besonders scharfes Schwert. Unsere Gesichtsmuskeln können unzählige verschiedene Gefühle ausdrücken. Dabei sind wir in der Lage, sie sowohl spontan als auch kontrolliert einzusetzen. In wichtigen Situationen signalisiert ein offener Gesichtsausdruck und Blickkontakt unsere Dialogbereitschaft und dass wir unserem Gesprächspartner Interesse und Aufmerksamkeit entgegenbringen.
Die beste Voraussetzung für ein gutes Gesprächsergebnis. Das Gegenteil erreichen wir mit dem sogenannten "Pokerface". Mit unbewegten Gesichtsmuskeln verunsichern wir unseren Gegenüber und provozieren Skepsis, Misstrauen und Distanz. Mittels unserer Mimik transportieren wir viele starke Gefühle:

  • eine kritisch gerunzelte Stirn,
  • eine angeekelt gerümpfte Nase,
  • abschätzig hochgezogene Augenbrauen

In professionellen Gesprächen empfiehlt sich ein wohldosierter beziehungsweise bewusster und sparsamer Einsatz. Denn "entgleiste" Gesichtszüge wirken schnell unbeherrscht.

So setzt du deine Körpersprache bewusst ein

Am Beispiel der Haltung deiner Hände will ich dir deine Wirkung im Verkaufsgespräch veranschaulichen. Drehst du deine Handflächen nach oben, signalisierst du Offenheit und wirkst einladend. Zudem wirkst du
harmlos und ungefährlich. Versteckst du deine Hände hinter dem Rücken oder in den Hosentaschen, vermittelst du deinem Gesprächspartner ein unangenehmes Gefühl… Du könntest ja etwas vor ihm
verbergen oder gar Waffen in der Hand haben.

Zudem hebt eine offene Handfläche den Gesprächspartner eher nach oben und wirkt nicht unterdrückend. Zu Beginn eines Verkaufsgesprächs wirken offene Handflächen in Kombination mit offenen Fragen einladend auf den Interessenten. Halte die Hände dabei leicht seitlich vom Körper. Der Interessent fängt an zu plaudern und gibt auch eventuelle Bedenken zum Ausdruck. Am Ende des Verkaufsgesprächs, kurz vor dem Abschluss, ist es ratsam, die Handflächen nach unten zu drehen. Dies wirkt beruhigend, signalisiert Autorität und Kompetenz, dass du alles unter Kontrolle hast. Während des Gesprächs soll niemals mit dem Finger auf den Gesprächspartner gedeutet werden. Diese Geste wirkt aggressiv und unterdrückend. Eine aktive Körpersprache wirkt sich wesentlich auf den Erfolg deines Verkaufsgesprächs aus. So  signalisiert ein fester Händedruck, dass du für eine produktive Unterhaltung bereit bist.

Höfliche Umgangsformen können durch den richtigen Einsatz von Gestik und Mimik intensiviert werden. Außerdem solltest du während des Gesprächs auf die folgenden Punkte achten:

  • Sitzt oder stehst du aufrecht? Asymmetrisch wirkt entspannt
  • Hältst du Blickkontakt mit deinem Gegenüber?
  • Ist deine Gesichtsmuskulatur entspannt?
  • Signalisierst du Verständnis durch Kopfnicken?
  • Drückt die Haltung deiner Hände, Arme und Beine Offenheit und Selbstbewusstsein aus?
  • Passt deine Körpersprache zu einhundert Prozent zu deinen Aussagen?
     

Weniger kann manchmal mehr sein

Sich seiner Körpersprache bewusst zu sein, bedeutet auch, sie wohldosiert einzusetzen. Bist du beispielsweise mit einer Aussage deines potenziellen Kunden nicht einverstanden, solltest du darauf achten, dass deine Körpersprache dich nicht allzu deutlich verrät. Außerdem können eine zu ausufernde Gestik und Mimik abschreckend und einschüchternd auf deinen Gesprächspartner wirken.

Fazit

Die Körpersprache wirkt unbewusst auf alle Menschen und hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf der Kommunikation. Besonders im Verkaufsgespräch ist darauf zu achten, die Körpersprache gezielt und bewusst als ein Werkzeug einzusetzen, um ein Gespräch zu lenken. Gute Verkäufer sind sich der Wirkung ihrer Mimik und Gestik sehr bewusst. Sie setzen dieses Stilmittel im Verhandlungsverlauf aktiv und gekonnt ein und erzielen damit sehr positive Ergebnisse.

Autorin: Astrid Holz
März 2018

Das Gewohnheits-Gehirn-Tier

In diesem Artikel will ich Ihnen eine sehr interessante Annahme von Craig B. Wynett vorstellen. Wynett ist beim amerikanischen Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble Company für Verhaltensforschung zuständig. Seine Theorie erläutert, was einen Wettbewerbsvorteil über Generationen hinweg bestehen lässt.

Im nächsten Schritt fügen wir die gängige Meinung zu einem Wettbewerbsvorteil hinzu: Erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich (hoffentlich) durch eine klare Positionierung aus. Sie nehmen eine Zielgruppe ins Visier und erstellen Maßnahmen und Aktivitäten, um diese optimal zu bedienen. Ziel ist es, die Kunden an sich zu binden und dazu zu bringen, immer wieder ihre „Einkäufe“ zu wiederholen. Das wollen die Unternehmen u.a. damit erreichen, indem sie ihr Wertversprechen möglichst gut an die Bedürfnisse der Kunden anpassen. Durch die sich ständig weiterentwickelte Einzigartigkeit und Personalisierung kann sich das Unternehmen gegen Konkurrenten durchsetzen und einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil erzielen.

Dieser Definition liegt die Annahme zugrunde, dass Kunden bewusste, vielleicht sogar rationale Entscheidungen treffen. Die Gründe, Produkte und Dienstleistungen zu kaufen, mögen emotional sein. Aber sie entspringen immer einer mehr oder weniger bewussten Logik. Schuld daran ist das bequeme GeHIRNtier. Aufgabe einer guten Strategie ist es also, diese Logik zu verstehen und darauf zu reagieren.
Die Idee, dass die Kaufentscheidung eine bewusste Entscheidung ist, läuft vielen Erkenntnissen der Verhaltenspsychologie zuwider. Es hat sich gezeigt, dass unser GeHIRNtier keine reine Analysemaschine ist, sondern ein „Lückenfüller“: Es nimmt unbereinigte, unvollständige Daten der Umwelt auf und fügt auf der Grundlage vergangener Erfahrungen fehlende Stücke hinzu. Das Ergebnis ist Intuition. Gedanken, Meinungen und Vorlieben, die uns schnell und ohne viel nachzudenken in den Sinn kommen, aber stark genug sind, dass wir sie als Handlungsgrundlage nutzen. (10 = sehr wichtig bis 1 = völlig unwichtig)

Es sind aber nicht nur die eingefügten Stücke, die unsere intuitiven Urteile bestimmen. Entscheidend ist auch, wie schnell und einfach „das Lückenfüllen“ erfolgt. Psychologen nennen diesen Prozess Verarbeitungsflüssigkeit. Wenn wir eine Entscheidung damit begründen, sie habe sich „einfach richtig und gut angefühlt“, dann war die Verarbeitungsflüssigkeit gut. Die Verarbeitungsflüssigkeit entsteht aus
Erfahrung. Sie nimmt unweigerlich zu, je häufiger wir diese Erfahrung machen. Wenn wir ein Objekt bereits gesehen oder eine Dienstleistung genutzt haben, fällt es uns leichter, es wahrzunehmen und zu identifizieren.

Beim wiederholten Sehen bzw. Nutzen eines Objekts dämpfen die Neuronen, die nicht erkennungsrelevante Merkmale codieren, ihre Reaktionen. Und so wird das neuronale Netzwerk beim Identifizieren eines
Objektes immer selektiver und effizienter. Mit anderen Worten: Wiederholte Reize haben niedrigere Wahrnehmungs- und Identifizierungsschwellen, werden mit weniger Aufmerksamkeit registriert und lassen sich
schneller und präziser benennen oder lesen.

Und vor allem: Die Verbraucher ziehen bekannte Reize den neuen vor. Warum entscheidet sich jemand für den Marktführer, wie z.B. Ariel, der seit den 1960er Jahren auf dem deutschen Markt vertreten ist
und eines der meistverkauften Waschmittel Europas ist? Weil es die einfachste Entscheidung ist. Dieses Produkt wird in jedem Vertriebskanal das hervorstechendste Angebot sein. Es wird immer eine beherrschende Position im Regal haben – vom Supermarkt über das Warenhaus bis hin zum Drogeriemarkt. Des Weiteren hat der Kunde dieses Produkt vermutlich schon gekauft und aus demselben Regal genommen. Diesen Kauf zu wiederholen ist die einfachste Entscheidung.

Mehr noch: Sie wird mit jedem weiteren Kauf einfacher und das gefällt dem GeHIRNtier. Die größte, bequemste Marke zu kaufen erzeugt einen Kreislauf, in dem der Vorsprung beim Marktanteil kontinuierlich wächst. Behauptet wird nicht, dass Verbraucher nie bewusste Entscheidungen treffen oder dass die Qualität des Werteversprechens irrelevant ist. Im Gegenteil: Die Kunden müssen einen Grund haben, um ein Produkt zu kaufen.

Eine gute Wahl des Marktes und des Wettbewerbskonzepts sind für die Strategie nach wie vor unentbehrlich. Ein Unternehmen, dessen Werteversprechen der Konkurrenz nicht überlegen ist, hat nichts, worauf es bauen kann. Wer einen (anfänglichen) Wettbewerbsvorteil ausbauen will, sollte dafür sorgen, dass das Angebot von den Kunden von einer bewussten Entscheidung zu einer automatischen Gewohnheit wird.
Facebook hat es geschafft. Das Netzwerk hat vom ersten Tag an einen kumulativen Vorteil aufgebaut. Es startete mit einem überlegenen Werteversprechen in Form von Funktion. Für den Erfolg noch wichtiger war aber die einheitliche Linie bei Optik und Anmutung.

Die Nutzer unterwerfen sich den starren Regeln. Facebook unterwirft sich nichts und niemandem. Bei der inzwischen berühmten Ausweitung vom Desktopcomputer auf mobile Geräte sorgte Facebook dafür, dass das mobile Nutzerlebnis in hohem Maße dem Desktoperlebnis glich. Auch Facebook hat dann und wann das Design geändert, um die Funktionen besser nutzen zu können. Das soziale Netzwerk musste dafür scharfe Kritik einstecken. Aber im Großen und Ganzen gefährden Neuerungen weder den Komfort noch die Vertrautheit. Oftmals wurden diese Änderungen anfangs optional angeboten. Das heißt: Facebook hat durch konsequente Vertrautheit einen kumulativen Vorteil aufgebaut, der das Unternehmen zum soziale Netzwerk mit dem weltweit größten
Suchtfaktor gemacht hat.

Wie kann Ihr Unternehmen also mithilfe eines schützenden kumulativen Vorteils seinen Wettbewerbsvorteil sichern und ausbauen? Indem es folgende vier Business-Regeln beachtet:

  1. Früh beliebt werden/sein
    Die Idee ist alles andere als neu. Sie steckt in vielen der besten und frühesten Strategieansätze und zeigt sich auch in den Denkmodellen von Bruce Henderson, dem Gründer der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group. Setzen Sie früh auf eine ausgeklügelte Preispolitik, um der Erfahrungskurve „einen Schritt voraus zu bleiben“ und über einen ausreichenden Marktanteil die Kosten zu senken. So vergrößern Sie den relativen Marktanteil und steigern die Rentabilität.
  2. Auf Gewohnheit setzen
    Hier kommt das bequeme GeHIRNtier erneut ins Spiel. Im Idealfall geht die Nutzung eines bestimmten Angebots den Verbrauchern in Fleisch und Blut über. Dieses Ziel sollten Sie aktiv
    anstreben, nicht nur passiv darauf hoffen.
  3. Im Markenrahmen innovieren
    Unternehmen müssen ihre Produkte und Dienstleistungen natürlich immer „aktuell“ halten. Gefährlich werden Relaunches, neue Verpackungen oder neue Plattformen dann,
    wenn sie die Kunden zwingen, lieb gewonnene Gewohnheiten aufzugeben. Änderungen an der Technologie oder anderen Produkt- bzw. Dienstleistungsmerkmalen sollten stets so erfolgen, dass die neue Version den kumulativen Vorteil der alten bewahrt.
  4. Einfach kommunizieren
    Denken Sie daran: Das GeHIRNtier ist gerne faul. Es will sich nicht unter großer Anstrengung auf eine komplexe Botschaft konzentrieren. Getreu nach dem Motto: Keep it simple and smart.

FAZIT

Wettbewerbsvorteile sind heute genauso langlebig wie früher. Anders ist heute nur, dass in einer Welt der unbegrenzten Kommunikation und Innovation viele Strategen zu glauben scheinen, dass ein dauerhafter Vorteil nur möglich ist, wenn sie das Wertversprechen des Unternehmens zur rationalen oder emotionalen ersten Wahl des Verbrauchers machen. Dabei haben sie vergessen oder nicht verstanden, dass das Unbewusste unsere Entscheidungen stärker beeinflusst als das Bewusste. Widerstehen Sie der Versuchung, Ihr Wertversprechen und Ihr Branding immer wieder zu verändern. Jedes Unternehmen – vom etablierten Marktführer über den Nischenanbieter bis hin zum Marktneuling – kann auf einem überlegenen Wertversprechen basierenden Vorsprung halten, solange es die vier Grundregeln für kumulative Vorteile beherzigt.

Autor: Simon Wirth
März 2018

 

facebook - do´s and dont´s

Facebook wächst international munter weiter und hat weltweit inzwischen 1,8 Milliarden „monthly active user“. Diese Zahl veröffentlichte Facebook selbst im aktuellen Quartalsbericht. In Deutschland sind wir bei rund 26 Millionen Nutzern.

Jedes Unternehmen weiß, dass an einer eigenen Facebook-Seite heute kein Weg mehr vorbeiführt. Die Zeiten, in denen man CEOs und die Führungsebene vom Mehrwert der sozialen Netzwerke überzeugen musste, sind längst vorbei. Internetnutzer suchen nämlich immer häufiger auch auf dieser Plattform nach Unternehmen und Organisationen. Finden sie Ihr Unternehmen dort nicht, hat das einen ähnlichen Effekt wie eine nicht vorhandene Website: Sie wirken nicht zeitgemäß!

News

Do´s: Es gibt Neuigkeiten aus Ihrer Branche? Experten, die etwas zu sagen haben? Dann posten Sie es, kurz und knackig! Ihre Leser werden Ihnen dankbar sein und im besten Fall wird Ihr Post auch von anderen Fanpages geteilt.

Dont´s: Der Spinning Kurs fällt heute aus oder die Sauna ist defekt. Das sorgt nicht nur für Frust, sondern bringt auch Ihrem Image keinen Vorteil. Idealerweise sollten Sie auch dann posten, wenn Ihre Leser online sind. Natürlich nicht Nachts um drei Uhr und bitte keinen Roman draus machen.

Fazit: Menschen kaufen gern bei Menschen, die sie für kompetent, verlässlich, hip oder einfach nur sympathisch halten. Geben Sie sich nahbar und humorvoll. Kommunizieren Sie Umgangssprache und negative Neuigkeiten bitte über einen anderen Kanal. Die richtige Uhrzeit hängt natürlich von Ihrem Publikum ab. Allgemein gilt die Faustregel: Abendstund hat Gold im Mund!

Lustige Bildchen, Comics und schlaue Sprüche

Do´s: Teilen Sie kleine Weisheiten und Tipps, die man so noch nicht kennt oder fragen Sie Ihre Fans, was sie bewegt oder motiviert. Das erhöht auch gleichzeitig die Interaktion auf Ihrer Fanpage. Ihre Leserinnen und Leser werden viel besser auf Sie reagieren, wenn der Content positiv rübergebracht wird und man keine schlechte Laune verbreitet.

Dont´s: Doch allein mit Nettigkeiten und klugen Weisheiten erreichen Sie auf Dauer nichts. Also lassen Sie Katzen- oder Tiervideos einfach weg. Tiefgründige Sprüche oder eine Zitatesammlung bringen dem Leser keinen Benefit.

Fazit: Beginnen Sie eine Diskussion: Fragen Sie Ihre Nutzer nach ihrer Meinung! Wenn Sie ein Thema finden, welches die Fans interessiert in Kombination mit einem Bild oder Video, dann können Sie sich über viele Kommentare freuen. Möchten Sie also von Ihren Fans ernst genommen werden, müssen Sie genau darauf achten, was Sie posten.

Gewinnspiele

Do´s: Posten Sie ein „Finde den Fehler Suchbild“ oder starten Sie einen Facebook-Wettbewerb: Seien Sie kreativ! Fragen Sie Ihre Fans, warum gerade sie Freikarten/VIP-Upgrades für Ihre Veranstaltung gewinnen sollten. Der Kommentar, welcher die meisten „Likes“ erhält, gewinnt! So stellen Sie sicher, dass alle Wettbewerbsteilnehmer Ihr Event mit ihren Facebook-Freunden teilen, indemSie andere auffordern, ihren Kommentar zu liken. So kombinieren Sie das Gewinnspiel mit dem Event.

Dont´s: Absolutes No Go: Bilder für das Gewinnspiel von einer fremden Website auf der eigenen Seite posten. In diesem Zusammenhang sind auch die Chroniken Ihrer Nutzer und fremde Hashtags tabu. Grundsätzlich gilt für die Bildauswahl: motivieren, statt manipulieren.

Fazit: Die meisten Bilder sind im Web urheberrechtlich geschützt und dürfen schlichtweg nicht genutzt werden. Also Vorsicht! Neben den rechtlichen Grundlagen müssen auch die Bestimmungen von Facebook eingehalten werden. Gewinnspiele bieten viele Stolperfallen, die sich nicht nur negativ auswirken können. Auch das Löschen von Beiträgen oder die Sperrung Sperrung der Facebook Seite durch Facebook selbst können im Zusammenhang mit nicht korrekt durchgeführten Gewinnspielen durchaus passieren.

Veranstaltungen

Do´s: Tag der offenen Tür oder auch mal eine Nacht der offenen Tür. Das ist wie mit der Presse: Einen „Knüller“ muss man zum richtigen Zeitpunkt positionieren. Um das automatische Posten des Events zu verhindern, einfach den Haken auf „planen“ setzen oder „als Entwurf speichern“. Vergessen Sie nicht, Ihre Mitglieder einzuladen und fixieren Sie den Beitrag oben auf Ihrer Facebook Page, sodass der Kunde/Interessent nicht suchen muss.

Dont´s: Ebenfalls macht es wenig Sinn, eine Veranstaltung Monate vorher zu erstellen. Wen interessiert im Juli, was an einem Tag im Dezember stattfinden wird?

Fazit: Veranstaltungen brauchen Besucher, die Facebook tatsächlich bringt. Die Möglichkeit, bei Facebook Veranstaltungen zu erstellen, ist eine sehr effektive Werbemöglichkeit. Sie ist schnell angelegt und bietet gute Chancen einer viralen Verbreitung. Nutzer können außerdem Veranstaltungen von Facebook Seiten direkt in ihrem Kalender speichern.

Auf den ersten Blick scheint das soziale Netzwerk ganz einfach: Ich befreunde mich mit einem anderen Nutzer oder klicke den „Gefällt mir“-Button seiner Seite – und ab sofort zeigt mir Facebook an, was dieser Nutzer zu sagen hat. Tatsächlich ist es nicht so simpel. Zuckerberg und seine Ingenieure haben sich Algorithmen ausgedacht, die bestimmen, wessen und welche Beiträge ein Nutzer wie oft auf den Bildschirm bekommt.

Nur wer etwas zu sagen hat, wird auch gelesen!

Autorin: Jessica Mumdey
Februar 2017

 

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